Die Sternbrücken-Planung soll revidiert werden! Initiative begrüßt Vorstoß im Bezirk Altona

Die Initiative Sternbrücke kann einen ersten großen Erfolg ihrer Proteste gegen den geplanten Neubau der Sternbrücke verzeichnen: Der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Altona hat in seiner Sitzung am 20. Mai 2020 den von der Bahn vorgeschlagenen Entwurf für die neue Sternbrücke parteiübergreifend abgelehnt.

Zudem hatte der Altonaer Planungsausschuss gefordert, dass es schon für die neue Planung (und nicht erst im Anschluss) binnen 6 Monaten ein Beteiligungsverfahren des Bezirks geben soll.
In einer Presserklärung schreibt die Initiative: „Wir freuen uns sehr, dass alle Parteien im Bezirk Altona unsere zentrale Forderung nach Neuplanung und Beteiligungsverfahren unterstützen. Das ist in wichtiges Signal an Senat und Bahn. Die bislang zurückgehaltenen Alternativentwürfe müssen jetzt auf den Tisch und die laufende Planung auf Eis gelegt werden. Die Sternbrücke hat ein zeitgemäßes Beteiligungsverfahren verdient.“

Zum Hintergrund: Aktuell plant die Deutsche Bahn, die denkmalgeschützte Sternbrücke durch einen völlig überdimensionierten Neubau zu ersetzen, damit die Verkehrsbehörde den Autoverkehr der Stresemannstraße unter der Brücke vierspurig und stützenfrei ausbauen kann. Der Radverkehr würde davon in keiner Weise profitieren: Östlich und westlich der Sternbrücke ist die Stresemannstraße keine 20 Meter breit und bietet nur Platz für schmale Gehwege und vier Straßenspuren. Neue Radwege wären daher nur möglich, wenn man den Kfz-Verkehr auf zwei Spuren reduziert – dann jedoch kann die Sternbrücke ihre alte Dimension behalten. Aktuell gefährdet der Senat also aufgrund einer unausgegorenen Planung der Verkehrsbehörde die denkmalgeschützte Brücke und das kleinteilige und von vielen historischen Gebäuden geprägte Stadtbild.

Die Webseite der Initiative hier.