Corona als Türöffner für Überwachung der Mitarbeiter*innen

Zu diesem Thema, das von uns hier schon erörtert wurde, berichten aktuell die ‘Nachdenkseiten‘: „Auch private Unternehmen wollen nun Tracking-Apps zur internen „Kontaktverfolgung“ der Mitarbeiter nutzen: als Vorbedingung für die angebliche „neue Normalität“ in der Arbeitswelt. Das Vorhaben birgt große Gefahren, von „Freiwilligkeit“ kann keine Rede sein. Es drohen Maßnahmen zur Überwachung, die vor Corona undenkbar gewesen wären…

So erklärte ein Sprecher der internationalen Wirtschaftsprüfer-Firma Price-Waterhouse-Coopers (PWC) aktuell im „Deutschlandfunk“ (DLF): „Wir haben nicht nur eine App entworfen, sondern wir haben ein ganzes Ökosystem an Werkzeugen entworfen, die am Ende des Tages den Unternehmen helfen sollen, wieder zur Normalität zurückzukehren.“ Dass die hochproblematischen und bis vor kurzem noch undenkbaren Überwachungstechniken mit dem „Schutz“ der Mitarbeiter begründet werden, sollte nicht überraschen – die Bürger sollten sich von diesen Lippenbekenntnissen aber nicht in die Irre führen lassen….
Auch haben die nun von privater Seite geplanten und bereits genutzten – mutmaßlich teils illegalen – Werkzeuge eine ganz andere und bedrohlichere Qualität als die offizielle Corona-Warn-App. Und bereits bei dieser harmloseren Variante des RKI bestehen Zweifel, ob die (in diesem Fall freiwillige) Bereitschaft vieler Bürger, ihre Bewegungen teils dokumentieren zu lassen, im Verhältnis zur erzielten Wirkung steht. Vor etwas über einem Monat hat die Bundesregierung die Corona-Warn-App vorgestellt. Ob die App so funktioniert, wie sie soll, ist nach wie vor unklar, wie „Heise Online“ in diesem Artikel beschreibt: Hinweise auf einen nennenswerten Einfluss der App auf den Verlauf der SARS-CoV-2-Epidemie in Deutschland gebe es jedenfalls nicht.“