Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sagt Projektimmobilie in Winterhude ab – update

Die Initiative „Wir sind Winterhude“ hatte sich vier Jahre lang für den sozialen und ökologischen Umbau des Bunkers am Kuhnsweg eingesetzt. Ihr Konzept, bestehend aus sozio-kulturellen Nutzungen im Erdgeschoss und geförderten Mietwohnungen, fand große Zustimmung in Bezirksversammlung und Bürgerschaft.

Aus der Pressemitteilung von Keyvan Taheri, Fraktion Die Linke in der Bezirksversammlung Nord: “Der Erhalt des Bunkers könnte einen wichtigen Beitrag für zusätzlichen preiswerten Wohnraum in Winterhude leisten sowie über kulturelle und soziale Angebote ein gemeinschaftliches Miteinander im Quartier fördern.

Entgegen dem Beschluss der Bezirksversammlung Hamburg-Nord im Juni 2016 (bekräftigt im Dezember 2018), in welchem der Hochbunker am Kuhnsweg in Winterhude nicht abgerissen, sondern erhalten und umgebaut werden soll, erteilte die Bundes-Immobilienanstalt der Baugemeinschaft/ Baugenossenschaft „Kunterbunker“ am 17.04.2020 eine Absage – und das ohne nähere Begründung.

Der Antrag der Fraktion DIE LINKE an die Bezirksversammlung Hamburg-Nord am 18.06.2020 fordert ein Mitspracherecht des Bezirkes Hamburg-Nord bei der Vergabe des Bunkers sowie ein transparentes Auswahlverfahren – und vor allem: den Erhalt des Bunkers.”

Für Rückfragen: Keyvan Taheri, 0172 / 1632 445 oder k.taheri@linksfraktion-nord.de

update:

Die Immobilie am Kuhnsweg 9 wird privat verwertet

Im Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude vom 11. Juni wurde die Zukunft des noch im Bundeseigentum befindlichen Hochbunkers Kuhnsweg 9 vorgestellt. Mit dessen Verkauf an die private Ceti GmbH bleibt es in Hamburg bei der Tradition des Tafelsilberverkaufs (Grund und Boden) und damit ungebremster Immobilienspekulation.

Ebenso bleibt es bei nicht-öffentlicher Hinterzimmer-Politik: Die Verkaufsentscheidung traf die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), den weiteren Abstimmungsprozess regelten unter sich Bezirksamt Hamburg-Nord, Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) und Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW). Öffentlichkeit und demokratisch gewählte Interessenvertretung in Bezirksversammlung und Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude wurden vor vollendete Tatsachen gestellt und blieben außen vor.

Das behördeninterne Auswahlverfahren war hinter verschlossenen Türen vollkommen intransparent.“

Pressemitteilung vom 2. Juli 2020