BUND: Bedarfsplanung für Elbvertiefung und Hafenautobahn A26 Ost ist Makulatur

Die am 18. Juni 2020 in Auszügen veröffentlichte Studie zur Umschlagsentwicklung des Hamburger Hafens (vgl. hier) zeigt aus Sicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. BUND Landesverband Hamburg deutlich, dass die Planung der Infrastrukturprojekte Elbvertiefung und A26 Ost auf gänzlich falschen Bedarfsprognosen basieren.

In einer Presserklärung des BUND heißt es dazu: „Bei beiden Projekte legten die Planer die Annahmen des veralteten Hafenentwicklungsplans zugrunde, der sich auf eine Prognose aus dem Jahr 2010 stützt…besonders schmerzlich ist, dass beide Projekte mit einer massiven Naturzerstörung einhergehen, die nicht bzw. nur schwer ausgleichbar ist und zudem die Steuerzahler*innen zusammen mehr als 2,5 Mrd. Euro kostet. Der BUND fordert die Hamburger Politik deshalb auf, die laufende Elbvertiefung sowie die Planung für die A26 sofort einzustellen.

„Ganz offensichtlich hat der Wirtschaftssenator das Gutachten zurückgehalten, bis die Koalitionsverhandlungen unter Dach und Fach waren und das Bundesverwaltungsgericht Ende Mai die Elbvertiefung durchgewinkt hat. Das ändert nichts daran, dass die Elbvertiefung ein gravierender Eingriff in die bereits jetzt schwer geschädigte Tideelbe ist und billigend in Kauf nimmt, dass die Fischbestände, insbesondere des Stints, weiter bedrohlich schrumpfen. Die A26 Ost gehört zu den teuersten Autobahnprojekten Deutschlands und zerschneidet einen besonders wertvollen Landschaftsraum. Die Politik in Hamburg muss endlich aufwachen und diese Projekte stoppen“, so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.

Die ganze Erklärung hier.