A26 – Bis hierher und nicht weiter!

  Pressemitteilung vom “Bündnis Verkehrswende Hamburg” zum Spatenstich für die A26-West in Hamburg-Moorburg am 11. Mai 2020

“Verkehrswende Hamburg” ist ein Bündnis von Initiativen aus Moorburg, Harburg, Bostelbek und Wilhelmsburg für Alternativen zur geplanten Autobahn A26-Ost. Mit dem heutigen Spatenstich wird der Anschluss der A26 aus Richtung Westen an die A7 vorbereitet. Der Planfeststellungsbeschluss dazu ist zustande gekommen, nachdem die Naturschutzverbände mit ihren Einwendungen die massivsten Beeinträchtigungen der Natur und Landschaft vermindern konnten. Damit werden künftig auch Buxtehude, Stade und das Süderelbegebiet vollständig an das Autobahnnetz und insbesondere auch an den Hamburger Hafen angebunden.   Die A26 bei Moorburg bis zur A7 zu führen, ist akzeptabel.

Aber: Bis hierher und nicht weiter!   
Da das Autobahnkreuz Maschen die Autobahnen A1, A7 und A39  miteinander verknüpft, gibt es keinen Bedarf für eine Verlängerung der A26 über Moorburg und Wilhelmsburg zur A1.   Selbst die DEGES, die die  A26-Ost im Auftrag des Bundes plant, bezeichnet diese geplante Autobahn seit dem im August 2019 begonnenen zweiten Planfeststellungsverfahren zur A26-Ost nicht mehr wie zuvor als „Lückenschluss“. Damit verliert sie auch ihre Bedeutung für das überregionale Autobahnnetz.
 
Die A26-Ost widerspricht diametral den Anforderungen einer Verkehrswende, die ein wesentlicher Beitrag für den Klimaschutz ist. Sie wird auch den Interessen des Hafens an einer Anbindung der Hamburger Seehäfen an das Autobahnnetz nicht gerecht.  

Einhellig wird von den Parlamenten im Bund und in Hamburg eine Stärkung des ÖPNV insbesondere auf der Schiene gegenüber dem Autoverkehr gefordert, sowie eine weitest mögliche Verlagerung von Güterverkehr von der Straße auf die Schiene und das Wasser. Ein Ziel ist die Senkung der CO2- Emissionen, ein weiteres eine der Natur und den Menschen gerecht werdende Stadtentwicklung. Die der A26-Ost-Planung zugrunde liegenden Prognosen eines stetigen Wachstums des MIV (Motorisierter Individual Verkehr) und des Straßen-Schwerlastverkehrs sind deshalb völlig überholt und keine tragfähige Bedarfsbegründung.   
Der Hamburger Hafen hat in den vergangenen Jahren den Schienenfernverkehr für Container und Massengüter bereits erheblich ausgebaut. Verstärkt werden muss auch der Transport innerhalb des Hafens auf dem Wasser und der Hafenbahn. Vor allem braucht der Hafen dringend eine erneuerte Köhlbrandquerung.
Presseerklärung in voller Länge

Verantwortlich und Kontakt: www.verkehrswende-hamburg.net
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